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Stellenabbau bei EnBW bis 2013 nach Verlust im 1.

Stellenabbau bei EnBW bis 2013 nach Verlust im 1. Quartal 2011
Gewerkschaftssekretär Bodo Moray: Mit Arbeitnehmern noch nicht gesprochen Kein zweiter Eisenbesen
erstellt: 5. 8.2011 geändert: --

Nach einer Meldung des SWR sollen Stellenkürzungen bei EnBW Einsparungen in Höhe von 200 Millionen Euro herbeiführen. Insgesamt sollen weit höhere Beträge eingespart werden, wie das Handelsblatt unter Bezugnahme auf den SWR mitteilt und daraus einen Stellenabbau von 2.500 Stellen bei durchschnittlichem Personalaufwand von 80 TSD Euro/Mitarbeiter bis 2013 errechnet. Küdigungen solle es laut einem Unternehmenssprecher aber dabei nicht geben.

Quelle: Handelsblatt Online vom 3. 8.2011

Aus der an den Kommentar des Handelsblattes folgenden dpa-Meldung folgt wiederum, dass der Gewerkschaftssekretär Bodo Moray, der die Arbeitnehmer auch im Aufsichtsrat der ENBW vertritt, an die Hauptanteilseigner OEW und das Land Baden-Württemberg appelliert, statt der bis insgesamt 2013 geplanten Einsparungen von 600 Millionen Euro (=Verlust im ersten Halbjahr 2011) eine Kapitalerhöhung vorzunehmen, warnte davor, wie in der Vergangenheit (2004) „mit einem Eisenbesen“ durch das Unternehmen zu gehen und erinnerte daran, dass 2010 das beste Jahr des Konzerns seit seinem Bestehen gewesen sei und nicht an Mitarbeitern und Zukunftsinvestitionen gespart werden könne.

Quelle: dpa, Handelsblatt Online vom 3. 8.2011

Anmerkung – Warum führen schlechte Unternehmenszahlen häufig dazu, über Personalabbau nachzudenken

Kommt es zu finanziellen Schwierigkeiten ist häufig der erste Gedanke des „modernen Managements“ Kostensenkung durch Personalabbau. Viele Beispiele in der Vergangenheit zeigen, dass das nicht immer der Königsweg ist.

Personaleinsparungen gehören vor allem deshalb zu den beliebten Sanierungsmöglichkeiten, weil hier eine erhebliche staatliche Förderung (Frühverrentung, Altersteilzeit), trotz Einschränkung dieser „Gestaltungsmöglichkeiten“ in den letzten Jahren immer noch bestehen. Personaleinsparungen stechen Verantwortlichen aber auch deshalb deutlich ins Auge und werden damit zum „Sanierungsziel“, weil die Personalkosten gerade im Dienstleistungsbereich zu den größten Posten zählen, es also logisch zu erscheinen scheint, gerade hier mit einer Sanierung anzusetzen.

Ebenso, wie ein Personalabbau, tatsächlich ein Unternehmen sanieren kann, kann er aber auch das Gegenteil bewirken. Gehen Einsparungen zum Beispiel

Für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit des vorstehenden Beitrags kann keine Gewähr übernommen werden.
Er ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Bertram Heßler

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